Texte schreiben mit Künstlicher Intelligenz – wenn Technologie auf Persönlichkeit trifft
- Alexandra

- 1. Nov.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. Nov.
Künstliche Intelligenz (KI)* kann heute in Sekunden tun, wofür wir früher Stunden gebraucht haben. Sie findet Ideen, formuliert Texte, schlägt Überschriften vor und schreibt ganze Bücher. Das klingt supercool. Endlich nie wieder Schreibblockade, nie wieder stundenlanges Grübeln nach der perfekten Formulierung. Doch so beeindruckend das ist: Kein Algorithmus der Welt kann wissen, wie du wirklich klingst.

Denn KI kann vieles – aber sie hat keine Stimme, keine Haltung, keine Persönlichkeit. Sie weiß nicht, was dich antreibt, wie du denkst oder wie du mit deinen Kund:innen sprichst. Wenn du sie einfach schreiben lässt, bekommst du Texte, die sauber klingen, aber leer wirken.
Wenn du ihr aber erzählst, wer du bist, wofür du stehst und was dich ausmacht, wird aus Künstlicher Intelligenz ein echter Booster für dein Business bzw. deine Kreativität.
Die Magie entsteht erst, wenn du dich einbringst
KI ist kein Ersatz für dich – sie ist dein Verstärker. Sie kann Struktur schaffen, Ideen entwickeln, Stilrichtungen testen oder Gedanken ordnen. Aber sie kann nicht fühlen, nicht spüren, was du wirklich sagen willst. Genau deshalb ist dein Input so entscheidend.
Je mehr du ihr über dich verrätst, desto echter klingt sie. Wenn du erklärst, wer du bist, für wen du schreibst und welche Tonalität du bevorzugst, wird sie anfangen, deine Sprache zu sprechen. Dann entstehen Texte, die nicht nach Maschine klingen, sondern nach dir – klar, sympathisch, glaubwürdig.
KI ist wie eine kluge Assistentin: Sie arbeitet schnell und effizient, aber sie braucht deine Führung. Du gibst die Richtung vor. Du entscheidest, was sich richtig anfühlt. Du bist die Stimme, sie ist die Unterstützung im Hintergrund.
Schreiben mit Verantwortung – worauf du bei KI achten solltest
Bei aller Begeisterung für KI darf eines nicht vergessen werden: Sie ist ein Werkzeug, kein Freifahrtschein. Alles, was du mit ihr erstellst, bleibt dein Werk – und damit auch deine Verantwortung. Gerade beim Schreiben für Website, Social Media oder Blogs ist wichtig, rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. KI darf dich unterstützen, aber du bleibst verantwortlich für die Inhalte, die veröffentlicht werden.
Vertrauliche Informationen, Kundendaten oder interne Projekte gehören nicht in öffentliche Systeme.
Die Tools lernen aus dem, was du eingibst – und genau das willst du bei sensiblen Daten vermeiden. Auch das Urheberrecht spielt eine Rolle. Nur weil ein Text oder Bild von einer KI generiert wurde, heißt das nicht automatisch, dass du es uneingeschränkt nutzen darfst. Die rechtliche Lage ist noch im Wandel.
Es lohnt sich, kurz zu prüfen, welche Nutzungsrechte das jeweilige Tool hat.
Und wenn du Zitate, Fakten oder Zahlen in deinen Text einbaust, überprüfe sie. KI kann sich täuschen – und sie tut es öfter, als man denkt (du hast vermutlich auch schon einige lustige Anekdoten über GPTs Halluzinationen gehört:-)). Diese Sorgfalt ist kein Nachteil, sondern Teil deiner Professionalität. Sie zeigt, dass du Technologie nutzt, ohne Verantwortung abzugeben.
Schreiben mit KI bedeutet: Technik trifft Haltung
Am Ende geht es beim Schreiben mit KI nicht um Effizienz allein. Es geht darum, wie du Technologie so nutzt, dass sie deine Arbeit leichter macht, ohne deine Persönlichkeit zu verwässern. Gute Texte entstehen nicht durch Tempo, sondern durch Haltung. Sie entstehen, wenn Technik Struktur bringt und du die Emotion und deine Erfahrungen dazugibst.
Das Schöne daran: KI nimmt dir die Angst vor dem leeren Dokument. Sie schenkt dir den Mut, anzufangen. Sie gibt dir Ideen, auf die du allein vielleicht nicht gekommen wärst. Aber sie braucht dich, um daraus etwas Echtes zu machen. Deine Aufgabe ist es, ihren Output zu formen. Passe ihn an deine Werte, deine Sprechweise und deine Zielgruppe an. Ein Satz, den du mit Herz überarbeitest, kann mehr bewirken als zehn generische Absätze, die perfekt klingen, aber niemanden berühren.
Die beste KI schreibt mit Gefühl – weil du es ihr gibst
KI ist kein Widerspruch zu Authentizität, solange du sie bewusst nutzt. Sie ist ein Werkzeug, das dir Zeit schenkt, aber sie braucht deine Richtung, deine Ethik, deine Geschichte. Wenn du sie mit deiner Persönlichkeit fütterst, entstehen Texte, die menschlich und unverwechselbar klingen – weil sie es sind.
KI kann deine Worte finden. Aber du bist diejenige, die ihnen Bedeutung gibt.
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